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Empfehlung für die kommunale Jugendarbeit/Jugendbildung

Neukirchen , den 30.07.2020

Empfehlung für die kommunale Jugendarbeit/Jugendbildung des Schwalm-Eder-Kreises zum Schutz vor einer Infektion mit dem neuen Corona-Virus

Hier: selbstverwaltete Jugendclubs

 

Nach der Verordnung des Landes Hessen vom 07.05.2020 mit Gültigkeit ab dem 09.05.2020 dürfen Jugendhäuser und Jugendräume wieder öffnen.

Ausgerichtet an der aktuellsten Lesefassung und Auslegung für die Kinder- und Jugendarbeit ab dem 01.August 2020, möchten wir in Bezug auf die Öffnung von selbstverwalteten Jugendclubs eine separate Empfehlung herausgeben.

Die Öffnung eines Jugendraumes kann nur mit einem Hygienekonzept nach den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts und einer Steuerung des Zutritts umgesetzt werden.

Grundsätzlich müssen folgende Mindestanforderungen (laut Robert-Koch-Institut) erfüllt werden:

 

Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Personen sicherstellen,

 

Persönliche Nahkontakte vermeiden (zum Beispiel Händeschütteln oder Umarmung zur Begrüßung),

 

Hygieneregeln einhalten (Händewaschen, Husten- und Nies-Etiquette),

 

Hygieneartikel, insbesondere Desinfektionsmittel zur Verfügung stellen,

 

Mund-Nasen-Bedeckung tragen wird empfohlen,

 

Regelmäßige Desinfektion von Händekontaktflächen (zum Beispiel Türklinken),

 

Regelmäßiges intensives Lüften von Räumen, Bevorzugung von Kontakten im Freien

Darüber hinaus müssen jeder Person drei Quadratmeter zur Verfügung stehen und Anwesenheitslisten über alle Personen welche die Einrichtung besuchen geführt werden. Aushänge der Hygienemaßnahmen müssen erstellt und auf gehangen werden.

 

Da die Konzepte und die Räumlichkeiten der Jugendclubs in den einzelnen Kommunen im Schwalm-Eder-Kreis sehr unterschiedlich sind, kann keine generelle Empfehlung erfolgen.

Aufgrund der aktuell erneut steigenden Infektionszahlen und der Sorglosigkeit einiger junger Menschen im Umgang mit dem Corona-Virus, halten wir es aus Sicht des Fachbereichs 51 - Jugend und Familie des Schwalm-Eder-Kreises für nicht verantwortlich, Jugendclubs in Eigenverantwortung der Jugendlichen zu öffnen.

Zur Zeit verantwortbar erscheint die Öffnung von Jugendräumen/Jugendclubs unter Aufsicht einer Fachkraft aus der Kinder- und Jugendarbeit oder einer von der Fachkraft beauftragte und in das Hygienekonzept bzw. in die Mindestanforderungen eingewiesene Person, die die Verantwortung und Kontrolle übernimmt.

Für Fragen zur inhaltlichen Gestaltung der Angebote steht die Arbeitsgruppe 51.7 Jugendförderung zur Verfügung.

Für spezielle Fragen im Bereich Gesundheit und Hygiene, können Sie sich an den FB 53 - Gesundheit, Verbraucherschutz und Veterinärwesen wenden. Gerne sammelt die Arbeitsgruppe 51.7 auch Fragen an das Gesundheitsamt und leitet sie geschlossen weiter, um dort die Belastungen möglichst gering zu halten.

 

Stand: 29.07.2020