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Nr. 6 Valentin Lucan

[*1542 Neukirchen], †6.9.1621, Ehefrau Barbara geb. Rabe aus Neukirchen

Von der Zeile im Giebel sind nur Buchstaben zu lesen A[..]O[N]U[.]ENTUM (Ad monumentum?). Der Text im Schriftfeld lautet: PRU/DENTISSIMI / ET OPTIMI VIRI / DNI VALENTINI LU/CANI CONSULIS ET CIVIS / NEOKIRCHIANI QUI PIE IN / CHRISTO DIE 6. SEP. ĀŌ 16=/21. AETA 79. OBDORMIVIT. / PER EDES POSUERUNT PIE/TAT. ET AMORIS ET G[RATIAE] / MEMBRA VALENTINI LUCA/NI CONSULIS URNA: / HAEC CAPITE CAELO QUOD / FUIT [A]STR[A] TENENT: //. Übersetzt heißt dies: (Denkmal) des sehr klugen und besten Mannes Herrn Valentin Lucan, des Neukirchener Bürgermeisters und Bürgers, der selig in Christus am 6. September 1621 alters neunundsiebzig entschlafen ist. Zur Wohnstatt haben sie in Pietät und Liebe und Dankbarkeit die Glieder des Bürgermeisters Valentin Lucan mit dem Haupt zum Himmel in eine Urne gelegt. Was er gewesen ist, bewahren die Sterne. Über der Sockelkartusche steht die Signatur des Steinmetz: A. NICOLAUS AUS HANSTEIN EUM F[.]CIT (=fertigte ihn) //. Auf dem Sockel steht die noch nicht geklärte lateinische Inschrift: HHHHkaupQUOD CONVENIT. BONO CIVI ET CONSU/LI: CAROL[.] BOLE [..VI.] FECIT MA[.]IO / [.]ESSUS[.]T B[...HM]MST L[.]ETUS[.]. T[I]MERE / LAETATUR [..]TER ANGELORUM COMES. / BEATUS ILLE QUI LA[E]T[.]RATUM [.]OLO / SICUT POLODETUR LOCUS DE[NA]TU[S] //. Hier mag es sich um eine Widmung handeln für ein Ehepaar, dessen Spende von 50 Gulden zu wohltätigen Zwecken von der Stadt verwaltet wurde. Danach geziemte es dem Bürger und Bürgermeister Carl Bole (?), ein Denkmal an der Grabstätte zu errichten. Mit dem Beatus ille qui (selig sind die) nimmt der Text Bezug auf den Beginn von Psalm 1, was Luther aus dem Hebräischen mit wohl dem übersetzt.