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Nr. 12 Leberecht Appel, Elisabetha Appel

[*15.3.1638 Auerbach/Pfalz], †25.2.1722, verheiratet am 10.10.1670 mit Elisabeth Lucan,

Tochter von Nr. 22, und Frau Elisabetha geb. Lucan getauft 10.2.1648, †16.12.1724

Das größte und letzte Grabmal wird von einem Engel beherrscht, der in der rechten den Federkiel hält, mit dem er den Text auf die von Märzenbechern bekränzte Schrifttafel geschrieben hat: ALLHIER RUHEN / HERR LEBERECHT APPELIUS GEWESENER / BÜRGERMEISTER UND CASTEN/SCHREIBER ZU NEUKIRCHEN / UND FRAU ELISABETHA GEBOHR/NE LUCANIN DESSEN EHELICHE / HAUSFRAU ER IST GEBOHREN / AN 1638 GESTORBEN AN 1722 / ALT 84 IAHRE SIE IST GEB 1648 GE/STORBEN 1724 ALT 77 IAHRE / IN 52 IAERIG EHE HABEN SIR ERZEUGET 8 KIND SEIN / LEICHT WAR PS LXXI V. 18 / VERLAS MICH NICHT / IHR TEXT RÖM. 8 V 18 / ICH H //. Der Sockel trägt den Wunsch: GOTT VERLEIHE IHNEN / UND UNS EINE FROELI/CHE AUFERSTEHUNG //. Das Grabmal zieren zwei Wappen. Das Wappen der Ehefrau gleicht dem ihres Vaters, während das Wappen des Leberecht Appel im Gegensatz zu dem seines Bruders Johannes(?), Schultheiß zu Neukirchen, keinen blühenden Apfelbaum sondern einen sich putzenden Schwan zeigt, von dem auch die Federkiele für den Kastenschreiber stammen könnten. Appels Engel steht am Ende der historischen Grabmale in Neukirchen. Warum sind nach 1724 geschaffene Grabmale verschwunden? In einer für das nächste Jahr geplanten Veröffentlichung über die historischen Grabmale auf dem Schönberg wird die Kunst- und Religionsgeschichte fortgeschrieben.