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Nr. 13 Valentin Gruber

*27.6.1661 Nesselröden, †26.5.1683, erstes Kind von Nr. 23 und 11

VALENTINUS GRUBERUS. / J. WIG. GRUBERI & ELIS: BÄCKERIN FILIUS. NATUS 1661. DIE 27. JUN. NE/SSELRODAE. STUDIOSUS JURIS: / ET. THEOL: DENATUS: 1683. 26: MAY: AETAT: 22. ANN: MIN: 1. MENS: ET.1. DIEI. //. Valentin Gruber, des J. Wig. Gruber und der Elis. Bäcker Sohn, geboren am 27. Juni 1661 in Nesselröden, Student des Rechts und der Theologie, gestorben am 26. Mai 1683 im Alter von 22 Jahren weniger 1 Monat und 1 Tag. Das Grabmal vereint in gelungener Weise 2 Bildmotive und 3 Schriftteile. Im Oberteil der Schrifttafel halten zwei über Wolken schwebende Engel eine vierblättrige Blüte, um die das folgende vierzeilige Leichgedicht eingemeißelt ist: Hie Blüht / Anemone / Kom zur Krohne / Gottes Sohne / Bey uns wohne //. Das Mittelfeld zeigt 3 Distichen: HOC EGO GRUBERUS NEOTEMPLI / MARMORE CONDOR / QUI FUERAM PATRIS SPESQUE / DECUSQUE MEI: / INVIDA, CUI MEDIO VERNANTIS / FLORE JUVENTAE / TRANSFODIT CAULEM MORS / MEA BIPALIO / ATTAMEN HAUD PERY. PARADYSO / ADJUNCTUS IN AEVUM. / FLOREO. QUA PRAESTAT VIVERE / PARTE MAGIS //. Hier liege ich, Neukirchens Gruber, von Marmor bedeckt, der ich war Hoffnung meines Vaters und eine Zierde. Unvorhergesehen, in der Mitte frühlingshafter Jugendblüte durchbohrte mein Tod ihren Stiel mit dem Doppelspaten. Dennoch bin ich nicht verloren, dem Paradies verbunden in Ewigkeit. Jch blühe, wo mir verheißen ist zu leben zum Teil noch mehr. Links unten verewigte sich der Dichter des lateinischen Textes Sic alludebat dominus / parentator Gotf: / Hain. past: / Breidb: //. So dichtete Ehrn Gottfried Hainius, Pfarrer in Breitenbach, der den Trauergottesdienst hielt, rechts unten steht Barthold / Reinhard. f: // (f=fecit=machte bzw. ‚schnitzte’ das Grabmal).