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Straßenbeleuchtung arbeitet jetzt smart
Im Rahmen des Projekts „REGIONNECT. Knüll-Schwalm“ wurden erste Testfelder der Straßenbeleuchtung in den Kommunen Neukirchen, Oberaula, Ottrau, Schrecksbach und Willingshausen „smart“ umgerüstet. Einzelne Leuchten wurden mit Sensoren und Controllern ausgestattet, damit diese miteinander kommunizieren und Straßen und Plätze bedarfsgerecht ausleuchten können. Aktuell erfolgt die Einrichtung der Steuerung, so dass die dortige Straßenbeleuchtung in Kürze automatisiert funktioniert.
Lebensqualität vor Ort verbessern
Das interkommunale Projekt wird von den fünf Kommunen Neukirchen, Oberaula, Ottrau, Schrecksbach und Willingshausen gemeinsam umgesetzt und durch das Land Hessen – Hessisches Ministerium für Digitalisierung und Innovation gefördert. Alle beteiligten Partner beschäftigen sich mit der zentralen Aufgabe, wie digitale Lösungen die Lebensqualität vor Ort konkret verbessern können. Bei der smarten Straßenbeleuchtung, die mitdenkt, sorgen vernetzte Lichtpunkte für Helligkeit je nach Bedarf. Das spart Energie, schont die Natur bei der Lichtverschmutzung und sorgt für Sicherheit bei allen Verkehrsteilnehmenden, die in der Dunkelheit unterwegs sind. Die neuen Leuchten sind zudem mit einer insektenfreundlichen Lichtfarbe ausgestattet.
Für Bürgermeister Marian Knauff steht der Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger im Mittelpunkt: „Mit der smarten Straßenbeleuchtung schaffen wir einen echten Mehrwert für unsere Bürgerinnen und Bürger. In ersten Testfeldern erproben wir die Technologie unter realen Bedingungen. Bereiche, die bisher nachts dunkel waren, können künftig wieder beleuchtet werden – bei gleichem oder sogar geringerem Energieverbrauch. Das sorgt für mehr Sicherheit und ein besseres Gefühl im Alltag – und das nachhaltig sowie insektenfreundlich.“
Steuerung funktioniert über die Messung von Verkehrsfluss oder einzelnen Bewegungen
Die bedarfsgerechte Beleuchtung in den Ortsteilen erfolgt über zwei verschiedene Steuerungsmechanismen. Die volumenbasierte Steuerung, beispielsweise entlang der Bundesstraße B454 in Neukirchen oder Oberaula, misst die Fahrzeuganzahl per Radarsensor und dirigiert die Leuchten eines Straßenzugs. In ruhigen Nebenstraßen oder Wohngebieten, beispielweise in Oberaula-Hausen oder im Leimbacher Weg in Willingshausen-Wasenberg, kommt die präsenzabhängige Steuerung über Bewegungssensoren zum Einsatz. Hier sind jeweils drei aufeinanderfolgende Leuchten miteinander vernetzt und werden zusammen gesteuert, um für angemessene Helligkeit und einen beleuchteten Weg zu sorgen.
Zentrale Software sorgt für Überblick der Lichtpunkte
Damit das System in der Straßenbeleuchtung automatisch funktioniert, wurde zuvor das Beleuchtungs- und Steuerungskonzept durch endura kommunal erstellt. Die Einrichtung vor Ort hat die Firma TRILUX durchgeführt, begleitet durch endura kommunal.
Jede Leuchte sammelt Daten über ihre digitalen Schnittstellen. Diese Daten fließen in eine Software für Beleuchtungssteuerung. So erhält die Verwaltung nicht nur Informationen über den Zustand der Leuchten, sondern auch über den Energieverbrauch. Dies hilft bei unter anderem bei einem Soll-Ist-Vergleich der Energiekosten: Um wieviel sinkt der Energieverbrauch durch die smarte Technik? In welchen Bereichen ist der Verbrauch höher oder niedriger? Die Software unterstützt dabei, die Beleuchtung je nach Bedarf exakt zu steuern, zu optimieren und Störungen schnell anzuzeigen.
Öffentlicher Zugriff auf gesammelte Daten
Ein Projektgegenstand ist die Programmierung eines REGIONNECT. Dashboards für die Öffentlichkeit, in das die gesammelten Daten der vernetzten Leuchten fließen. Über eine visuelle Benutzeroberfläche soll sich beispielsweise der Energieverbrauch ablesen lassen oder die Helligkeitsstufe einzelner Leuchten ausgegeben werden.
Weitere Informationen finden Sie unter regionnect.de
