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Mit Hammer, Herz und Handwerk: Einblicke in neue Berufswelten am Girls‘ Day
In Kooperation mit lokalen Unternehmen konnten die teilnehmenden Schülerinnen die Gelegenheit nutzen, praktische Erfahrungen zu sammeln und neue berufliche Perspektiven zu entdecken.
Ein besonderer Fokus lag auf den Bereichen Hoch- und Tiefbau. Hier wurden den Teilnehmerinnen von der Firma Fröde erklärt, wie vielseitig die Arbeit auf der Baustelle ist. Von der Arbeit mit Mörtel bis hin zum Sitzen auf einem Bagger erhielten sie einen realistischen Eindruck davon, wie Bauprojekte geplant und umgesetzt werden. Geschäftsführerin Isabell Fröde war selbst vor Ort und hat ihre Erfahrungen als Frau in diesem noch immer von Männern dominierten Berufsfeld weitergegeben.
Auch das Bestattungswesen stieß auf großes Interesse. In Gesprächen mit Fachkräften erfuhren die Schülerinnen, dass dieser Beruf weit mehr umfasst als oft angenommen. Die offene und sensible Darstellung des Berufsalltags trug dazu bei, Berührungsängste abzubauen. Im Gespräch beantworteten Frau Perlach und Frau Gleich-mann vom Bestattungsinstitut Gleichmann alle Fragen der teilnehmenden Mädchen und konnten Mythen aus der Welt räumen.
Kreativ ging es beim Steinmetzhandwerk zu. Unter Anleitung von Steinmetz Herrn Kieling von Petrax- Stein und Kunst durften die Teilnehmerinnen mit Hammer und Meißel selbst Hand anlegen und kleine Werkstücke aus Stein gestalten. Dabei wurde deutlich, wie viel Präzision und Geduld erforderlich sind, um aus einem Rohmaterial ein kunstvolles Objekt zu schaffen.
Ebenso handwerklich, aber mit einem anderen Material, präsentierte sich der Beruf der Schreinerin durch die Tischlerei Morsch. An unserem Girls‘Day entstanden unter Anleitung erste eigene Holzarbeiten. Die Schülerinnen lernten den Umgang mit Werkzeugen und Maschinen kennen und erfuhren, wie aus einer Idee ein fertiges Möbel-stück wird.
„Der Girls’ Day hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, junge Menschen frühzeitig für unterschiedliche Berufswege zu begeistern. Viele der Teilnehmerinnen nahmen nicht nur neue Eindrücke, sondern auch konkrete Zukunftsideen mit nach Hause“, so Franziska Jäger vom Team der Jugendförderung des Schwalm-Eder-Kreises. Viola Nadge-König ergänzt: „Wir bedanken uns bei den teilnehmenden Unternehmen, nur durch eine gute Kooperation sind solche Veranstaltungen möglich.“
Für die Ausrichtung des diesjährigen Girls´Days wurde der Jugendförderung Schwalm-Eder ein Nachhaltigkeitszertifikat vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend verliehen.
