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Neue Ausstellung der Jugendförderung – WER WIR SIND
Wer und was definiert eigentlich unsere Vorstellung vom „WIR"? Wer gehört dazu – und wer sind die „Anderen", die „Fremden"? Diese Fragen stehen im Zentrum der Ausstellung. Die Ausstellung „WER WIR SIND“ ist eine Auseinandersetzung mit sich selbst, den eigenen Einstellungen und Perspektiven. Sie will helfen Vorurteile und erlernte Denkmuster zu erkennen, zu reflektieren und zu hinterfragen. Sie klärt auf, informiert und sensibilisiert u. a. zu den Themen Ausgrenzung, Menschenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus.
Die Ausstellung „WER WIR SIND“ wurde als Weiterentwicklung der langjährig bewährten Wanderausstellung „Vorsicht Rechtsextremismus" konzipiert und widmet sich in ihrer inhaltlichen Ausrichtung nun breiter der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit. Sie wendet sich insbesondere an Schulen und Jugendeinrichtungen, darüber hinaus auch an kommunale Verwaltungen, Vereine und Verbände und bietet zahlreiche Möglichkeiten der Interaktion. Die Ausstellung ist als mobile, transportable Wanderausstellung konzipiert und soll später im Landkreis verliehen werden.
„Wir haben ganz bewusst zunächst Fachpublikum aus Schule und Jugendarbeit eingeladen die Ausstellung kennenzulernen. Nach einer Pilotphase mit drei ausgewählten Schulklassen sollen deren Besuche nachbesprochen und genau evaluiert werden. Die Erkenntnisse aus dem Feedback dieser Ausstellungsbesuche bilden die Grundlage für ein pädagogisches Vermittlungskonzept“, sagen Tom Werner von der Jugendförderung des Schwalm-Eder-Kreises und Pascal Bewernick, der die Ausstellung konzipiert hat.
Ziel ist eine möglichst umfassende Vermittlung der Ausstellungsinhalte: Das Konzept soll Anregungen für die Arbeit mit der Ausstellung liefern – etwa für Führungen, Gruppenarbeit und Diskussionsformate während des Besuchs. Dafür werden Methoden und Materialien entwickelt, die eine aktive Auseinandersetzung mit den Inhalten er-möglichen, die Themen altersgerecht aufbereiten und sich auch für die Nachbereitung eignen. Mit diesem Vermittlungskonzept verfolgen die Initiatorinnen und Initiatoren der Ausstellung das Ziel, ihre Wirkung nachhaltig zu vertiefen und zu verstärken – von der reinen Informationsvermittlung hin zu einem aktiven Lern- und Reflexionsangebot.
Landrat Winfried Becker ist in seinem Grußwort an die Besuchenden besonders auf den Aspekt der Würde jedes einzelnen Menschen eingegangen. „Menschenfeindlichkeit betrifft uns alle. Diese Ausstellung ist ein Zeichen dafür, was unsere Gesellschaft dem entgegenzusetzen hat: die unantastbare Würde jedes einzelnen Menschen. Unsere Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eine Lebensform, die wir jeden Tag aufs Neue leben müssen – durch Respekt, Offenheit und den Mut, hinzusehen statt wegzusehen.“
In den nächsten Wochen ist nun geplant die Pilotphase der Ausstellung mit den ersten drei Schülergruppen durchzuführen. Geplant ist bis zum Jahresende das pädagogische Begleitmaterial fertigzustellen und einen Flyer mit allen wichtigen Informationen zur Ausstellung und deren Verleihbedingungen zu erstellen.
„Mit dieser Pilotphase wollen wir sicherstellen, dass die pädagogischen Materialien und Konzepte praxistauglich sind und den Bedarfen von Schulen und Jugendarbeit tatsächlich gerecht werden. Ab Dezember dieses Jahres freuen wir uns dann auf Buchungsanfragen. Bis dahin bitten wir noch um etwas Geduld“, so Tom Werner, vom Team der Jugendförderung des Schwalm-Eder-Kreises.
