Nachbericht zu Auftaktveranstaltungen "500 Jahre Reformation in Hessen" (21.02.2026)

Am 21.02.2026 läuteten zwei Auftaktveranstaltungen offiziell den Beginn des Jubiläumsjahres ein: Die Eröffnung einer von Schülerinnen und Schülern konzipierten Ausstellung im Einkaufszentrum Drehscheibe Homberg und ein Festakt für geladene Gäste in der Stadtkirche St. Marien.

Shopping meets Reformation, Ladenpassage im Einkaufszentrum Drehscheibe Homberg, Kasseler Str. 3, 34576 Homberg (Efze), 21. 02., 11 Uhr

Das Reformationsjubiläum begann in der Region Nordhessen vergangenen am Samstag mit der Eröffnung einer Ausstellung, die gemeinsam von Schülerinnen und Schülern der Erich-Kästner-Schule Homberg (Efze) und dem Evangelischen Forum Schwalm-Eder entwickelt wurde. Im Einkaufszentrum Drehscheibe Homberg werden auf großformatigen Tafeln die geschichtlichen Hintergründe der hessischen Reformation dargestellt. Schulsprecher Sam Ehrhardt vertrat vor Ort die zahlreichen Schülerinnen und Schüler, die das Ausstellungsprojekt gestaltet haben. Die Installation kann bis zum 31. 10. besichtigt werden.

Festakt: Homberger Synode 1526 – 500 Jahre Reformation in Hessen, Stadtkirche St. Marien, Marktplatz 25, 34576 Homberg (Efze), 21. 02., 14 Uhr

210 geladene Gäste waren anwesend, als in der „Reformationskirche“ St. Marien am historischen Ort der Homberger Synode von 1526 der Auftakt des Jubiläumsjahres feierlich begangen wurde. „500 Jahre Reformation in Hessen“ wurden im Verlauf der Veranstaltungen von Vertreterinnen und Vertretern aus Kirche, Politik und Zivilgesellschaft unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachtet und in Reden gewürdigt. Dabei stand u. a. das demokratische Gehalt der Synode im Vordergrund: Sie eröffnete Räume für Dialog und Mitbestimmung – und kann in dieser Funktion bis heute als gesellschaftspolitisches Vorbild dienen.

Festredner Dr. Mario Fischer, Generalsekretär der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE), betonte den Zusammenhang zwischen Partizipation und Selbstwirksamkeit. „Der gerade erst 22-jährige Landgraf Philipp setzte die Reformation nicht von oben ein. Er lud Vertreter aller beteiligten Gruppen, auch der Betroffenen, ein zu der Versammlung, die beraten und entscheiden sollte. Menschen müssen in Entscheidungen über wichtige Fragen ihres Lebens einbezogen sein, sie müssen an Entscheidungsprozessen partizipieren, um ihre eigene Selbstwirksamkeit zu erfahren. Auf diese Weise werden sie auch in anderer Weise die gemeinsam gefassten Entscheidungen vertreten können. Schauen wir in unseren Strukturen, wie Menschen partizipativer eingebunden werden können in die Entscheidungen, die sie betreffen!“, hieß es im Vortrag.

Die Verbindungslinien zwischen Vergangenheit und Gegenwart zogen sich durch den gesamten Festakt, in dessen Verlauf zwei Talkrunden die zentralen Themen weiter ausführten. Begleitet und erweitert wurde das Programm mit der Aufführung einer Bachkantate durch das Barockorchester „La Visione“ sowie Solistinnen und Solisten unter der Leitung des Bezirkskantors Andrej Romanov.

Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck resümiert mit den Worten des Homberger Bürgermeisters Dr. Nico Ritz: „Das war ein guter Auftakt“ (https://www.ekkw.de/kirche/aktuell/500-jahre-homberger-synode-festakt). Man darf sich auf zahlreiche weitere wissenswerte und unterhaltsame Veranstaltungen im Verlauf des Reformationsjubiläums freuen.